10.8 Dos und Don’ts im Yogastudio

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Erinnerst du dich noch an diese Mitschüler, die immer Einsen hatten, aber niemals auch nur einen Satz von der Englischhausaufgabe mit den anderen geteilt haben? Nicht nur in den Schulen, sondern auch in den Yogastudios dieser Welt haben wir schon die unglaublichsten Dinge in Sachen Miteinander und Hilfsbereitschaft erlebt…teilweise sehr lustige. Deshalb hier mal ein paar Dos und Don’ts, mit denen du ziemlich sicher in den meisten Studios ein “guter Yogi” bist. Denn am Ende zählt doch nur eins: unser aller Interesse an der Praxis!

1. Do: Platz machen

Dana und ich halten ja manchmal ganz gerne Händchen im liegenden Twist, da kommt uns Enge ziemlich gelegen. Aber auch wenn du kein Fan von Nachbars Streicheleinheiten bist: Denk daran, dass der Raum nicht dir allein gehört. Bestehe nicht stur auf dem Meter Abstand zwischen dir und deiner Nebenmatte, sondern sei vielleicht sogar ein bisschen behilflich, wenn es darum geht, hier und da noch eine Matte in die Reihe zu quetschen. Mehr Yogis, mehr Prana!

2. Don’t: Von oben bis unten einparfümiert sein

Wenn du dein wahres Selbst suchst, haben Karl, Coco und Christian nicht so viel zu melden. Versteh mich nicht falsch, ein Hauch Parfum hat noch niemandem geschadet. Aber vielleicht sollten deine Yogaklamotten nicht so mit den teuren Wässerchen durchtränkt sein, dass man dich vom Tresen bis zur Umkleide riecht. Das ist manchen Yogis eher unangenehm und lenkt sie ab. Vor allem von ihrem geliebten Räucherstäbchenduft!

3. Do: Hilfsmittel benutzen

Es gibt nicht nur Yogamatten, sondern auch Blöcke, Bolster, Gurte und Decken. Die sind meistens ziemlich hilfreich, wenn man noch nicht alle Posen im Schlaf beherrscht. Dein Lehrer kann dir zeigen, wo und wie du sie für deine Bedürfnisse gut einsetzen kannst. Benutze sie! Wie der Name sagt, sind Hilfsmittel dafür da, dir zu helfen.

4. Don’t: Boykottieren

Du bist jetzt in dieser Klasse. Und selbst wenn es sehr fremd und nicht ganz dein Ding ist: deal with it. Versuche, dich drauf einzulassen und boykottiere nicht die Anweisungen des Lehrers. Sei kein Frosch (außer die Asana ist angesagt, natürlich). Singe die Oms einfach mal mit, sei offen für die Partnerübung und verschränke nicht empört die Arme vor der Brust, wenn jemand dich anweist, die fliegende Seitkrähe zu üben. Es ist noch keiner dabei umgekommen – und ob du später noch einmal in die Klasse gehst, ist dir überlassen.

5. Do: Zuhören

Wenn die Yogalehrerin nicht sagt “Geht zur Wand, um Kopfstand zu üben”, dann geh nicht zur Wand sondern bleib auf deiner Matte. Wenn sie euch bittet, während der Partnerübung nicht zu reden, rede (möglichst) nicht. Gerade für Anfänger ist es oft sehr viel Input und wahrscheinlich wirst du zuerst nicht jede Anweisung voll registrieren und umsetzen können. Aber versuch es und überlass deiner Bequemlichkeit nicht das Ruder!

6. Don’t: Beim Üben fluchen

Neulich so hinter mir im Kopfstand: “Verdammt, heute geht ja gar nichts! Alter, Kacke!” – Ich kann das nachvollziehen, aber ich will es beim Üben echt nicht hören, weil es mich ablenkt. Und abgesehen davon: Mach dich nicht fertig, sondern akzeptiere, wenn dein Körper mal nicht so will wie du. Frust und Schimpfen sind kontraproduktiv.

7. Do: Fragen stellen

Es passiert in Klassen schon mal, dass du etwas akustisch nicht verstehst, einer Anweisung nicht folgen kannst oder dass du eine Übung anders kennst, als sie hier unterrichtet wird. Geh im Anschluss zur Lehrerin und frage nach! Vielleicht bringt dich die Antwort beim nächsten Mal weiter. Es gibt ja bekanntermaßen keine dummen Fragen.

8. Don’t: Während der Klasse SMSen

Wenn du jetzt denkst: “Haha! Das macht doch keiner!”, dann bescheinige ich dir hiermit gesunden Menschenver- sowie Anstand und bewundere deinen Kulturoptimismus. Hab ich aber wirklich erlebt. Kein Witz.

9. Do: Aufräumen

Eigentlich selbstverständlich, aber hier nochmal zum Mitschreiben: Bringe alle Hilfsmittel dahin zurück, wo du sie her hast. Decken bitte ordentlich falten. Und für extra Bonus-Karmapunkte nimmst du noch den dritten Block mit, der da nach der Klasse herrenlos mitten im Raum rumliegt.

10. Do: Hallo sagen

Du gehst regelmäßig ins Studio und hast für deine Mityogis schon Spitznamen. Irgendwann triffst du Handstandqueen, Surferboy oder Lady Undercut dann auch garantiert mal im Supermarkt oder auf einer Tanzfläche, und du wirst dich total freuen. Denn: Ihr seid Teil einer Community. Also sag hallo, stell dich vielleicht sogar vor und biete ihnen nach der Praxis ein veganes Gummibärchen an. Daraus können die schönsten Freundschaften entstehen (looking at you, Vanessa <3)!

10.8  Do in Maßen: Allen erklären, wie sie sich im Yogastudio zu benehmen haben.

Und damit verabschiede ich mich für heute. Namaste.

Welche verrückten Sachen hast du schon in Studios erlebt? Und wie reagierst du? Wir freuen uns auf Anekdoten 😀

4 Kommentare

  1. Hi Ulrike,
    dass jemand SMS schreibt während dem Yoga ist ja mal so gar nicht yogisch, aber die wissen es vielleicht einfach nicht besser.
    Sehr gut sind die Dos & Don’ts geschrieben.
    Liebe Grüße
    Corinna

  2. Hallo Ulrike. Schön geschrieben. sms-en im Yogaunterricht …. bei mir nicht. Handys haben leidr keinen Eintritt 🙂 ….

    ….und gibt es eigentlich auch don´ts für Lehrer? ….ich hätte eins – Fenster verschlossen halten, wegen der guten Energie. Das muss mir mal einer erklären 😉 ….

    ….und noch ein don´t für Schüler … nicht über die Matten der anderen latschen und anrempeln besonders beim Aufräumen nach der Stunde ….

    Lg Sandra

  3. Hallo Ulrike,

    ich habe in der Mysore Klasse ganz oft mitbekommen, dass SchülerInnen nicht mal 5 sek. Zeit finden um Ihre Sachen in der Umkleide abzulegen. Lieber knallen diese Personen alles in die Ecke, während der Praxis der Anderen.
    Mit dem Smartphone während des Unterrichts habe ich auch oft mitbekommen.
    Meckern und motzen auch 🙂

    🙂

  4. Peter Allebrod

    Hallo Ulrike!
    Viele Yogis trinken direkt vor der Stunde Tee!Soll man ja,viel trinken!
    Das hat dann aber zur Folge,dass die Teetrinker mit schwacher Blase alle schön nacheinander während der Stunde zur Toilette gehen.
    Meine Konzentration und Tiefenentspannung mag das nicht so gerne! 🙂
    Ich empfehle bei schwachen Blasen ,die letzte Tasse eine dreiviertel Stunde vor der Stunde zu trinken,und vielleicht nicht gerade einen halben Liter!:-)
    Die Yogalehrerin schaffts ja auch…..meistens :-))))

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